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Jewels of the past, Glenmorangie, "Madeira Wood Finish", 43%

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Heute geht es bei unserer Reise in die Vergangenheit zurück zu den Anfängen der Wood Finishes und somit zu Glenmorangie. Diese Brennerei war die erste die das Thema Finishing in die breite Öffentlichkeit gebracht hat und den TRend zu "Wood makes the whisky" ausgelöst hat. Daher probieren wir heute eine der Abfüllungen mit denen dieser Trend, der nun zum Standard avanciert ist, begonnen hat.

Nase:
Fruchtig mit einer Dörrobstnote beginnt der Geruchseindruck. Ja, den Eindruck des Madeira nimmt man gut war. Dazu ein Hauch OBF mit einem Schuss Säure. Der Madeira ist kombiniert mit Eichenaromen des Fasses. Im Laufe der Zeit findet sich dann im Hintergrund der malzig-fruchtige und mit Vanillearomen versetzte Brennereicharakter von Glenmorangie.

Geschmack:
Der Geschmack ist weich und malzig. Auch hier tritt das Finishing und die Aromen des Madeira mit leichter Säure und einem Weinaroma sowie den leicht süßen Dörrobstnoten deutlich vor den Destilleriecharakter. Dieser entwickelt sich …

Jewels of the past, Tormore-Glenlivet, 10 Jahre, 43%

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Beim nächsten nächsten Sample machen wir wieder eine Zeitreise um ca. 20 Jahre zurück. Damals gab es den Tormore-Glenlivet noch in einer Ausführung. Die Brennerei gehörte zu Long John Distillers. Schon damals beeindruckte das nach viktorianischer Architektur nachempfundene Brennhaus die Besucher und in den Cottages neben der Brennerei wohnten noch die Arbeiter. Die grobe Schätzung des Alters des Samples dürfte irgendwo bei 1985 oder früher liegen.


Nase:
Das Aroma in der Nase bietet wunderbare Täne nach Vanillepudding, Stachelbeeren, altem Riesling mit leichter Wachsigkeit. Grundbasis ist eine Malzbasis, mit einem sehr runden und weichen Charakter. Der Geruch ist voll und sehr komplex. Ein OBF ist auch unverkennbar.

Geschmack:
Mit einer leichten Seifennote beginnt der Geschmack. Lavendel könnte man auch sagen. Hmmm, Bowmore FWP-Aromen. Im Laufe der Zeit arbeiten sich die Früchte mehr nach vorn und die Malzigkeit löst die Seifennote ab. Uhhh, so nicht zu erwarten bekommt der Malt eine ne…

Beer Tasting, „Doppelmärzen“, Post Brauerei Weiler, 7,6%

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Heute geht es auf der Verkostungsreise wieder einmal weiter in der Allgäuer Bierregion. die Post Brauerei Weiler bietet neben der Brauerei einen klassischen Braugasthof. Gegründet wurde die Brauerei 1650. Also ein richtig alter Betrieb, natürlich mit Eigentümerwechseln. Die Palette der Biere besteht aus der klassischen Version beginnend mit Hell, Pils Weizen (hell und dunkel), Bock, alkoholfrei etc. Was wir jetzt verkosten ist ein Doppelmärzen.

Die Fakten: 
"Doppelmärzen"
Post Brauerei Weiler, Deutschland
Typ:Boch
Hefe: eigene Reinzuchthefe
Malz: aus kontrolliertem und integriertem Landbau
Hops: k.A.
IBU: k.A.
Alkoholgehalt: 7,6%
Besonderheiten:

Geruch:
Ein runder Malzton eröffnet das Aroma. Kurze Zeit später finden sich Aromen eines frischen Kupferkessels sehr deutlich wieder. Im Hintergrund leichte Honignoten mit einem Schuss Frucht. Teils meint man ein Röstaroma in der Nase zu haben als hätte man ein „gestacheltes“ Bier vor sich stehen.

Geschmack:
Der Geschmack beginnt „boc…

Beer Tasting, "Buronator", Aktienbrauerei Kaufbeuren, 7,5%

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Diesmal geht die Verkostungsreise wieder ins liebliche Allgäu. Dort findet sich die Aktienbrauerei Kaufbeuren - kurz auch ABK - genannt. Eine nicht kleine Braurerei für den dortigen Markt, umso interessanter daher die Verkostung eines klassischen Bocks. Ist es Industrie"ware" oder doch eher interessantes Bier? Abgeleitet ist der Name vom mittelalterlichen Namen der Stadt Kaufbeuren - Buron.

Die Fakten:
"Buronator"
Aktienbrauerei Kaufbeuren, Deutschland
Typ:Doppelbock
Hefe:k.A.
Malz: k.A.
Hops: k.A.
IBU: k.A.
Alkoholgehalt: 7,5%
Besonderheiten:

Geruch:
Eine deutliche Malznote, welche von einem Säurearoma begleitet wird, empfängt die Nase. Es folgen schwarze Johannisbeeren, ja sogar sehr deutlich. Ein Hauch Lakritz darf auch nicht fehlen. Teils könnte man auch einen schweren Rotwein wahrnehmen. Sehr interessant und komplex.

Geschmack:
Im Geschmack finden sich zu Beginn Lakritzschlangen mit Malzüberzug. Ein Hauch der Frucht ist noch erhalten geblieben, weicht aber mehr…

Jewels of the past, "Glen Gordon" Pure Malt, 8 Jahre, Gordon & MacPhail, 40%

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Bei diesem Malt handelt es sich um eine Version aus dem traditionellen Haus Gordon & MacPhail. Dieses Unternehmen hat während des 20. Jahrhunderts viele Brennereien nicht unbedingt vor dem Ruin gerettet, aber doch sehr stark zu ihrem Überleben und der Verbreitung der Marke beigetragen. Nicht selten war Gordon & MacPhail der einzige Anbieter der Single Malts vieler Brennereien unter der "Distillery Label" Serie, mit Genehmigung des Eigentümers, abgefüllt und vertrieben hat. Hierfür gebührt diesem Unternehmen eine großer Dank. Dafür hat Gordon & MacPhail auch heute noch eine breite Auswahl an wirklich alten Fässern vieler Brennereien und natürlich eine sehr lange Erfahrung was es heißt guten Whisky zu machen.

Bei Glen Gordon handelt es sich um einen Single Malt. Die Marke erlaubt es G & M aus ihrem Lagerbestand an Whiskies zu wählen. Neben dieser Version mit 8 Jahren, gibt es auch Versionen mit 15 Jahren und bis hinunter zu Jahrgängen von 1958 etc.

Nase:
Der Ma…

Jewels of the past, Pittyvaich, 12 Jahre, James Macarthurs, 54%

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Heute probieren wir einmal wieder ein Juwel aus vergangenen Zeiten. Das heißt nicht, dass es zu der Zeit schon eine ganz spezielle Abfüllung war. Nein, es sind manchmal auch Abfüllungen, die damals ganz normal im Supermarkt oder im gut selektierten Whiskyladen zu finden waren. Nicht selten waren diese Abfüllungen einfach sehr gut, nur gab es eben damals noch andere Produktionsverfahren und Qualitätsmaßstäbe und vor allem - keinen Whiskyhype. Manche Destillen umgibt heute ein Mythos, den es zu der damaligen Zeit gar nicht gab. Nicht selten auch berechtigt. Nur weil eine Brennerei heute geschlossen ist, heißt es nicht, dass der Whisky damals spitze war. Es sind einfach heute (leider) nur Sammler die den Preis setzen.

Ob das auch bei der Abfüllung der Fall ist werden wir prüfen. Die Brennerei Pittyvaich wurde 1975 von Arthur Bells rein aus kommerziellen Zwecken erbaut um die Anforderungen für die Blends des Hauses zu erfüllen. Pittyvaich schloss 1993 und wurde 2002 abgerissen. Pittyvaic…

Beer Tasting, "Butterblume", Hausbier No. 30, Stiegl Bräu, 5%

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Und weiter geht es auf unserer Tastingreise. Heute verschlägt es uns wieder in die Alpenrepulik und zur Brauerei Stiegl in Salzburg. Wie viele schon wissen dürften, bringt Stiegl immer wieder die sogennanten Hausbiere heraus, die bevorzugt in der Stiegl-Brauerei ausgeschenkt werden. Mittlerweile sind sie auch online beziehbar (soweit man eine österreichische Lieferadresse hat). Das Konzept der Hausbiere ist immer interessant, da diese mit den Standards nicht wirklich vergleichbar sind.



Die Fakten:
"Butterblume" Hausbier No. 30
Stiegl Bräu,Salzburg, Österreich
Typ:Pilsner
Hefe:k.A.
Malz: mit Bio-Pilsener Malz aus alpiner Pfauengerste
Hops: Bio-Spalter Select, Bio-Hallertauer Mittelfrüh, Bio-Saazer
IBU: k.A.
Alkoholgehalt: 5%
Besonderheiten:

Geruch:
Der Geruch bietet eine schöne malzige Note. Leichte Hefenoten mit einem Hauch Hopfen setzen den Geschmackseindruck fort. Ein typischer Eindruck eines Pilsners. Nicht zu stark vom Hopfen dominiert, wie manch friesisches Pils, sondern…